Kfz-Gutachter Wolf in Bonn

Schmerzensgeld

Der Paragraph §235 Abs. 2 BGB betrifft Schmerzensgeldansprüche. Gemäß diesem Paragraphen kann eine Entschädigung in Geld nur dann verlangt werden, wenn ein Schaden vorliegt, der kein Vermögensschaden ist und wenn dies durch das Recht abgedeckt ist. Insbesondere bei Verletzungen des Körpers, des Wohlbefindens, der Freiheit oder der sexuellen Selbstbestimmung kann eine Abfindung in Geld wegen des entstandenen Schadens verlangt werden, der kein Vermögensschaden ist.

Bei der Bemessung des Schmerzensgeldes sind verschiedene Kriterien von wesentlicher Bedeutung. Dazu gehören unter anderem der Grad des Verschuldens, die Gesamtumstände des Falls, das verletzungsbedingte Maß und die Dauer der Lebensbeeinträchtigung, die Art und Dauer der Schmerzen und Leiden, die Dauer der Behandlung und der Arbeitsunfähigkeit sowie die Absehbarkeit des weiteren Krankheitsverlaufs und die Frage der endgültigen Heilung. Zur Orientierung können Schmerzensgeldtabellen herangezogen werden.

Allerdings gelten so genannte Bagatellverletzungen, wie Prellungen, kleine Schürf- und Platzwunden oder Halswirbelschleuder-Syndrome ohne objektiv nachweisbaren Verstoß der persönlichen Essenz nach Betrachtungsweise vieler Justizgewalt nicht als Grund für einen Schmerzensgeldanspruch. Dies wurde auch durch den Bundesgerichtshof bestätigt.

Es ist wichtig zu betonen, dass nicht jeder Mensch automatisch ein Schmerzensgeld erhält, wenn er „gut jammert“. Insbesondere bei kleinen Schmerzen, die keine lokale Behandlung oder operative Maßnahmen erfordern, ist es ratsam, sorgfältig zu dokumentieren. Dabei ist zu beachten, dass je häufiger Arztbesuche aufgrund einer unfallbedingten Verletzung stattfinden und je länger die medizinisch attestierte Dauer der Berufsunfähigkeit ist, desto höher kann das Schmerzensgeld ausfallen.

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